dass ich einen Anruf von Schmidt erhielt, der mich bat, ihn auf eine Reise zu begleiten. Schmidt, so sagte er mir, reise zwar gerne, jedoch ungern allein. Und da er wisse, so Schmidt weiter, dass es sich bei mir andersherum verhalte, sei es folgerichtig, dass wir gemeinsam nach Griechenland reisen sollten. Es würde sich mir in letzter Zeit, so Schmidt wenig schamhaft, „zunehmend Gram in die Stirne schreiben“. Dies war – zugegeben – auch mir nicht entgangen und ich reagierte mit dem Auftrag diverser Crèmes, in ihrer Zusammensetzung penibel abgestimmt auf Tag und Nacht. Mein Hautbild veränderte sich nicht, aber es tat gut, dem Inneren mit Äußerem zu begegnen.
Wir reisten also. Und nach einer Zeit, deren Länge ich nicht mehr genau bestimmen kann, da sie sich in der Zwischenzeit verändert hatte, kamen wir entweder an oder wieder an, bzw. weder noch. Zwar war zwischenzeitlich der Gram auf meiner Stirn nicht verschwunden, doch hatte sich etwas Teildurchlässiges über ihn gedeckt, das man wahrnehmen konnte, je nach Erfahrung, mit dem Gram oder der Stirn. Schmidt bemerkte dies zuerst, da er beides kannte, und dies auch an mir. Es war gut, dass Schmidt den Überblick behielt, der mir zuweilen verloren ging.
Wenn ich heute, von meinem Stuhle aus, über diese Zeit nachdenke, wirken viele Dinge anders auf mich. Ich frage mich, welchen Einfluss Schmidt wohl auf dieses neue Erleben hatte. Auf Crèmes habe ich seitdem sicherheitshalber verzichtet. Das Telefon jedoch halte ich nah. Um den Anruf Schmidts nicht zu verpassen, der kommen mag, oder auch nicht.
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Ende der Winteraufzeichnungen.

















