Schmidt und die Heimat

Als Schmidt eines Morgens erwachte, befand er, dass ihm an Heimat fehle und Schmidt beschloss zu Wohnen. Schmidt erhob sich und stellte fest, dass er sich in einer Wohnung befand, die in einer Stadt lag, die er nicht mochte. Da Schmidt entschied, dass Wohnen nur an Orten möglich sei, die Schmidt nicht abstießen, zog Schmidt sich einen Mantel an und verließ zunächst Wohnung, dann Haus, dann Stadt. Schmidt folgte der Richtung, die er eingeschlagen hatte, und entfernte sich.

Wir sehen Schmidt auf weiter Flur inmitten des ihn umgebenden Landes. Schmidt hielt zunächst an, dann inne, da sein Gang ihn müdete. Schmidt suchte nach Orientierung. Das Land jedoch bot keinen Anhalt, da es gleiches Land war, das Schmidt umgab, im Westen und Osten, so wie im Süden und Norden. Schmidt atmete ein und schloss die Augen, und fühlte nach seinem Herzschlag, der ihm durch den Körper pochte und weiterpochte, als Schmidt ausatmete und einatmete und die Augen öffnete. Vor Schmidt lag Land und es lag dort unverändert.

Ein Vogel sang im Süden und Schmidt bemerkte, dass Schmidt hörte. Schmidt folgte dem Gehörten und ging nach Süden. Das Land blieb in seinem Rücken, wie auch Flur und Stadt und Haus es blieben.

Es wurde Abend und Schmidt entschied, zu ruhen.

Als Schmidt erwachte, bemerkte er, dass ihm an Heimat fehlte und er nach Wohnung suchte, die er nicht fand. Schmidt fragte sich, ob sein Auszug ein Fehler gewesen sei, der ihn reuen sollte. Schmidt schloss die Augen und atmete zunächst ein, um den Atem zu halten, und anschließend aus, um Klarheit zu erlangen. Doch entließen Schmidts Lungen zunächst Luft und schließlich Schmidt ratlos zurück.

Ratlos, so sagte sich Schmidt, ist nur, wer Rat sucht und keinen erhält. Schmidt entschied, keines Rates zu bedürfen, und wurde heiter und frohen Sinnes. Schmidt stand und sah und lauschte nach dem, was seine Ohren erreichte: Der Wind strich über Gras und bewegte Blätter eines nahen Baumes. Schmidts Atem rieb in seinem Innern und ein Knacken schallte vom Boden weg.

Es war Morgen oder Mittag, als kein Geräusch Schmidt mehr erreichte, und Schmidt unruhig wurde und beschloss, seinen Gang in Richtung Sonne fortzusetzen. Schnellen Schrittes näherte er sich, doch bevor er sie erreichte, entschwand sie seinem Augenlicht und ward nicht mehr gesehen. Schmidt ging und ging noch etwas weiter und ging schließlich langsamer, als er erkannte, dass es vergebens und schon lange Nacht war.   

Schmidt hielt zunächst an, dann inne. Schmidt müdete und es fehlte ihm an Heimat. Schmidt beschloss, sich um Wohnung zu bemühen, da Schmidt sehnte. Es pochte in Schmidts Körper und es war Schmidts Herz, das in ihm schlug. Schmidt schloss die Augen und atmete ein, um seinen Atem zu halten und zu entlassen, bevor er abermals atmete, zunächst ein, dann aus und schließlich ein und sonst nichts weiter, bis Schmidt schwindelte und er sich hingab.

Schmidt erwachte zum Gesang eines Vogels im Süden und Schmidt bemerkte, dass er atmete.

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