Ich betrat das Verwaltungsgericht und wusste auch, warum. Bei mir trug ich 1) Gedanken, die ich zuvor gedacht hatte und 2) Gedanken, die ich noch zu denken hatte. Darüber hinaus eine Tasche in meiner rechten Hand, von der ich weiß, dass es jene Tasche ist, die ich üblicherweise zu solchen Anlässen trage. Ich gehe davon aus, dass es sich um meine Tasche handelt. Die Tasche hing an meiner Hand, wie sie es gewohnt war und ich auch.

Ich wollte gerade einen der ungedachten Gedanken denken, als es in mir rief und der Schall wiederhallte in mir, im Bereich der Ohren oder links davon vielleicht. Es rief und dann nochmal und ich verstand es, es war ein “Hallo!” oder nochmals “Hallo!” oder vielleicht auch eine Frage, aber es fragte wirklich, nämlich, ob ich etwas suche und ich bemerkte, dass ich einen Fehler gemacht hatte, da das Rufen woanders herkam und nicht aus mir, das hatte ich falsch verortet, und da drehte ich mich herum und sah, dass mich ein Mann ansprach, von seinem Stuhl aus, auf dem er saß, hinter einer Scheibe, an einem Schreibtisch.

Der Mann wartete auf eine Antwort, die ich ihm geben sollte, und ich wusste, dass ich eine hatte, oder zumindest einen Grund, der vielleicht eine Antwort wäre, aber ich war mir unsicher und wollte keinen weiteren Fehler riskieren. Ich wusste mir nicht zu helfen, in dieser Lage und nickte stattdessen, was der Mann für eine Antwort hielt, aber es war nicht die richtige, denn er wiederholte seine Frage, die ich beim ersten Mal verstanden hatte, beim zweiten Mal aber nicht mehr verstand, obwohl sie aus denselben Wörtern bestand in derselben Reihenfolge.

Ich wusste nicht weiter in meiner Lage, wusste aber, dass man einen Termin braucht, wenn man zum Verwaltungsgericht geht und ich antwortete ihm, dass ich einen Termin habe, hier im Verwaltungsgericht. Und da der Mann anschließend nickte, wusste ich, dass es die richtige Antwort war und mir dies helfen würde, in meiner Lage hier im Verwaltungsgericht. Er fragte mich nach der Uhrzeit meines Termins und ich fand dies sehr einleuchtend, weil Uhrzeiten zu Terminen gehören wie meine Tasche zu mir, aber ich wusste nichts von einer Uhrzeit oder einem Termin und schaute den Mann an, als ich an seiner Scheibe stand, im Verwaltungsgericht.

“Haben Sie vielleicht eine Vorladung bei sich? In ihrer Tasche vielleicht?” Das war es! Das musste es sein! Ich nahm mir meine Tasche aus der Hand und öffnete sie und sah darin Dokumente, die vielen Dokumente, die ich mitgebracht hatte und über die ich mir schon so viele Gedanken gemacht hatte, bevor ich hierher kam, und ich suchte zwischen den Dokumenten die Vorladung, aber es waren so viele Dokumente, dass ich sie nicht finden konnte, falls sie denn überhaupt unter ihnen wäre.

Der Mann sah mich an, oder sah womöglich mein Wühlen in den Dokumenten an und war nicht ungeduldig, das nicht, aber er sagte, dass ich ohne einen Termin leider keinen Zutritt erhalte, das verstand ich auch sofort, wie sollte das auch gehen, also ohne Termin im Verwaltungsgericht, das war mir völlig klar, und dann fiel es mir ein, dass, zwischen den Dokumenten, er musste da sein, dass da der Termin vielleicht war, in meiner Tasche, die ich hier durchwühlte als mich der Mann ansah, mich und mein Wühlen.

Der Mann ahnte wohl, dass es ausweglos war, und ich auch, nein, ich wusste es sogar, aber es half nichts, in meiner Lage, und ich war dankbar, als der Mann sagte: “Mein Herr, vielleicht lassen Sie das besser, dieses Wühlen. Ich werde Ihnen nicht helfen können”, und das war völlig klar und er sprach die Wahrheit. Ich sah ihn an und ich weiß nicht, ob ich vielleicht weinte, es wäre nicht ausgeschlossen, aber ich sagte “Danke” und schloss meine Tasche und führte sie in meine Hand zurück.

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